Angie auf der Pro-Line | © Heiko Mandl
  • Die lässigen 3

Die lässigen 3 Trails III...

...für Pros.

Im dritten und letzten Teil unserer Trail-Trilogie sind jetzt die Könner an der Reihe. Denn natürlich gibt es im Home of Lässig für sie auch einige interessante Downhillstrecken und Trails. Downhillbikes sind meist schwerer als Freeride-Bikes und haben mehr Federweg – vorne wie hinten. Bergauffahren ist mit ihnen fast nicht möglich. Wie gut, dass die Bergbahnen im Home of Lässig die Biker auf die Gipfel befördern. Downhiller verwenden einen vollintegrierten Helm und auch die Protektoren sind meist robuster, als jene der Freeride-Fraktion. Wer eine der drei vorgestellten Trails fahren möchte, der sollte auf jeden Fall sein Rad beherrschen. Oft sind meterhohe Sprünge in den Strecken enthalten, die keine Fehler verzeihen. Downhill-Queen Angie Hohenwarter hat für uns drei Trails rausgesucht, die für alle Pro-Rider geeignet sind. Der Bergstadltrail am Westgipfel, die Pro-Line beim Reiterkogel und die X-Line, die vom Schattberg-Gipfel nach Saalbach führt.

Wir beginnen sogleich mit der X-Line. Gleich wie beim Hackelbergtrail nehmen wir die Schattbergbahn und starten diesmal gleich an der Bergstation. Die Pisten hier gehören im Winter zu den schwierigsten im Glemmtal, im Sommer ist der Trail für Biker ebenso anspruchsvoll. Der obere Part ist noch leichter und wir können unsere Bikes so richtig schön warmfahren. Ab der Mittelstation geht es dann zur Sache. Angie meistert die Wurzelpassagen und verblockten Stellen mit Bravour, ich hingegen muss das eine oder andere Mal absteigen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Weiter unten wird der Trail dann wieder etwas leichter. Wer nicht die hohen Drops springt, der kann über steile aber technisch nicht anspruchsvolle Anlieger wieder Richtung Talstation fahren. Gesagt, getan. Schließlich stehen wir wieder am Parkplatz des Schattberg-Xpress und fahren weiter Richtung Pro-Line in Hinterglemm.

Die Pro-Line ist einer von Angies Lieblingstrails und führt vom Reiterkogel ins Zentrum von Hinterglemm zurück. Wir starten beim hölzernen Startgate und ziehen über enge Waldtrails bergab. Hier wird Bikekontrolle groß geschrieben. Ein Fehler endet meistens mit einem Sturz. Besonders in den felsigen Parts ist Vorsicht geboten. Angie lotst mich durch die Schlüsselstellen und schneller als gedacht stehen wir schon in Hinterglemm und stärken und bei einer herzhaften Mahlzeit mit Radler und Burger.

Der letzte Trail führt uns wieder über den Schattberg hoch zum Westgipfel. Dort biegen wir aber nicht in den Hackelbergtrail ein, sondern nehmen den Bergstadltrail, der direkt zur gleichnamigen Hütte führt. Der Trail ist naturbelassen und mit vielen kurzen Schlüsselstellen gespickt. Dazwischen befinden sich viele flowige Passagen, die wir mit unseren Bikes ohne Probleme meistern. Nach einigen Passagen über freie Flächen sticht der Trail in Waldpassagen ein, die uns kühlen Schatten spenden. Beim Bergstadl sind die schwersten Passagen Vergangenheit. Von hier aus fahren wir über den flowigen Buchegg Trail weiter Richtung Hinterglemm. Ein Genuss, wer davor den schweren Bergstadltrail geschafft hat.

Zusammenfassung: 

1.) Bergstadltrail

3km, 600hm bergab, schwer
Der Bergstadltrail beginnt am gleichen Punkt wie der Hacklbergtrail, verläuft dann aber nicht Richtung Süden sondern an den steilen Flanken des Westgipfels direkt zum Bergstadl bei der Mittelstation der Westgipfelbahn. Der Gebirgstrail ist gespickt mit einigen Schlüsselpassagen, die selbst Profis an die Grenze des Machbaren bringen. Der Trail ist oft sehr verwinkelt und verblockt und beinhaltet auch eine kurze Tragepassage. Wobei, viele Biker müssen schlussendlich ihr Bike öfters tragen als ursprünglich geplant. Ab der Mittelstation des Westgipfels führt der Buchegg-Trail weiter Richtung Hinterglemm. Der Trail besitzt einen gänzlich anderen Charakter als der Bergstadltrail. Er zieht sich sanft durch die Wiesenlandschaft und ist vom Niveau her viel einfacher zu fahren als der höher gelegene Bergstadltrail.

 

2.) Pro-Line

2,3 km; 430 hm; mittel bis schwer (Evil-Eye-Trail)
Die Pro-Line führt parallel zur Blue-Line von der Mittelstation der Reiterkogelbahn Richtung Tal. Zu Beginn dominieren schmale Waldwege den Trail, weiter unten finden sich weite Kurven mit Anliegern und Speedpassagen. Gespickt ist die Pro-Line mit technische Gusto- Stücke wie Wurzeltrails, Tables, Drops und viele Sprünge. Das macht die Pro-Line zu einer großen Spielwiese für Pro-Freerider. Wem das noch nicht genug ist, der biegt in die Passagen des Evil-Eye-Trails ein. North-Shore Elemente und meterhohe Drops machen dann die Abfahrt noch anspruchsvoller.

 

3.) X-Line

5,7 km; 1025 m; schwer
Die Marathonstrecke unter den Trails im Glemmtal. Über 1000 Hm bergab können ganz schön Kraft kosten. Oben beginnt der Trail flowig, ab der Mittelstation wird er etwas anspruchsvoller, mit Wurzelpassagen und Northshore-Elementen. Unten gibt es die Wahl zwischen Wurzelpassagen oder ein paar Drops. In Summe ein abwechslungsreicher Trail bzw. Downhillstrecke, der/die jedem sein Können abverlangt.

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