Angie am Hacklbergtrail | © Heiko Mandl
  • Die lässigen 3

Die lässigen 3 Trails II....

... für Freerider

Viele kennen sie bereits: Angie Hohenwarter – Freeride Queen und fast schon Saalbach-Local. Nach ihrer Vorstellung der besten Einsteiger-Trails, geht es im zweiten Teil weiter mit den besten Trails für Freerider. Da wären wir gleich bei der ersten Frage: Was ist eigentlich Freeriden? Definitionen gibt es viele, aber eigentlich bedeutet „Freeride“: Fahre wo und wie du willst. Das heißt jetzt nicht, dass jeder irgendwo den Berg runter fahren soll. Nein, dafür gibt es vorgegebene Strecken. Doch der Style, die Geschwindigkeit und die Zeit sind jedem selbst überlassen. Was im Vergleich zum Downhillen noch dazu kommt: beim Freeriden oder Enduro-Fahren können zusätzlich Bergauf-Passagen im Trail enthalten sein.

Soviel zur Theorie. In der Praxis ist es selbst für Angie Hohenwarter schwer abzugrenzen, welcher Trail rein für Freerider, für Anfänger oder für Downhiller geeignet ist. Eine leichte Downhillstrecke ist ebenso für Freerider geeignet, wie eine der Einsteiger-Trails. Drei Trails im Glemmtal sind auf alle Fälle für Freerider prädestiniert: der legendäre Hacklbergtrail, der Wurzeltrail und die Z-Line, die allerdings auch bei Downhiller-Ridern beliebt ist. Für die Freerider gilt das gleiche, wie für die Einsteiger. Nämlich: Nie ohne Helm, Protektoren und Handschuhe an den Start gehen. Zudem kann im Rucksack ruhig ein wenig Proviant und Wasser verstaut werden. So machen wir uns auf, um den ersten Trail genauer unter die Lupe zu nehmen: Den Hacklbergtrail beim Westgipfel. Danach fahren wir zum Wurzeltrail und zuletzt testen wir die Z-Line am Zwölferkogel.

Nach der Fahrt hoch zum Schattberg Ostgipfel müssen wir zunächst einmal in die Pedale treten, treten und wieder treten. Nach gut 20 Minuten haben wir den Anstieg hoch zum Westgipfel geschafft und blicken über das Glemmtal und seine umliegenden Gipfel. Der Trail führt von der Bergstation des Westgipfel-Liftes über einen breiten Bergrücken bis zur Hacklbergalm (daher auch der Name des Trails) und weiter bis zur Westgipfel Mittelstation. Hier endet der Hacklbergtrail dann auch. Doch der Spaß hat hier noch kein Ende! Ich fahre von dort gerne den Buchegg-Trail weiter bis ins Tal. Somit stehen uns jetzt 1000 Höhenmeter und stolze 10 Kilometer purer Bike-Spaß bevor. Der Trail beginnt direkt am Gipfel und schlängelt sich flach über einen breiten Bergrücken hinab zur Hacklbergalm. Wir nehmen die vielen Kurven mit vollem Speed und Angie hat ihren Spaß an den vielen Kickern die den Weg zieren. Nach einer kurzen Rast bei der Hackelbergalm geht es weiter zum zweiten Teil des Trails. Über North-Shore-Elemente und winkelige Waldtrails fahren wir zum Bergstadl. Hier geht es für uns weiter über den Buchegg-Trail hinab ins Tal. 1000 Höhenmeter Trail-Spaß: „No more words needed!“

Weiter geht es zum Wurzeltrail. Er führt von der Schönleitenbahn zum Kohlmais und ist aufgrund der Bauarbeiten am Kohlmais im Sommer 2018 die einzige Möglichkeit, die Milka Line und den Panorama-Trail mit dem Lift zu erreichen. Wir fahren zuerst über Weiden und Wiesen und tauchen dann in die Wälder ein. Der Trail wird zugleich etwas technischer und die vielen Wurzeln lassen unsere Dämpfer richtig viel arbeiten.

 

Vom Wurzeltrail in Saalbach geht es wieder zurück nach Hinterglemm. Die Z-Line am Zwölferkogel liegt direkt an der Weltcup-Piste. Wir fahren mit der Gondel bis zur Mittelstation und starten sogleich in den Trail. Die viele Anliegerkurven gespickt mit North Shore Elementen machen den Trail zu einer einzigen Biker-Spielwiese. Unser Highlight ist der Wallride am Ende des Trails. Angie nimmt ihn mit vollem Speed und biegt danach gleich Richtung Pumptrack ab. Den Rest des Tages lassen wir dann ganz lässig im Pumptrack ausklingen. 

1.) Hacklbergtrail

(5,5 km;170 hm bergauf, 600 hm bergab ; mittel)
Um zum Start des Trails zu kommen nimmt man die Schattbergbahn. Von der Bergstation geht es kurz bergab, bevor rund 170 Höhenmeter Anstieg warten. Dann ist man am Gipfel des Westgipfels und gleichzeitig am Einstieg des Hacklbergtrails angekommen. Von hier zieht sich der Trail über einen flachen Rücken Richtung Hacklbergalm. Der Trail ist nicht steil und beinhaltet einige Speed-Passagen mit Anliegern, Sprüngen und welligem Gelände. Selbst für Freeride-Novizen ist der Hackelbergtrail leicht genug, um Erfahrungen im Bergabfahren zu sammeln. Aber Achtung, der Trail ist meist stark befahren, man sollte immer ein Auge offen halten und die anderen Freeride-Biker nicht behindern. Vom Startpunkt aus kann man den Verlauf des Trails gut überblicken. Wie von Hand gemalen zieht er sich durch die Landschaft und verliert sich am Ende des Bergrückens. Nach einem kurzen Flachstück wird der Trail aber dann steiler und die ersten Sprünge spicken den Weg bis zur Hacklbergeralm. Die Kicker sind so gebaut, dass jeder der nicht will, sie leicht umfahren kann. Nach der ersten Geländewelle geht es wieder flacher dahin, bis die nächste Welle die Freerider weiter bergab führt. Man kommt auch an einem kleinen Bergsee vorbei, der mitten unter den Heidelbeersträuchern hervorsticht. Nach der Hacklbergalm führt der Trail gespickt mit einigen technischen Highlights zur Mittelstation des Westgipfels. Von hier aus geht der Buchegg-Trail weiter Richtung Tal.

 

2.) Wurzeltrail

( 3,4 km, 100 hm bergauf, 100 hm bergab, mittel)
Der Wurzeltrail verläuft knapp unter einem Bergkamm von der Bergstation der Kohlmaisbahn bis zur Schönleitenhütte. Von hier aus ist man um Nu bei den Trails und Downhillstrecken von Leogang. Der Trail verläuft meist flach dahin, mit einigen kurzen Tretpassagen. Die Schwierigkeit des Trails sind die viel Wurzelpassagen, die eine gute Radbeherrschung voraussetzen.

 

3.) Z-Line

(3,7 km, 450 m bergab, mittel)
Die Z-Line liegt am Zwölferkogel und ist für Freerider, aber auch für Downhill-Novizen gut geeignet. Wer will, der kann bis zur Mittelstation auch mit dem Rad hochfahren. Von hier aus führt der Trail über einige Anlieger, North-Shore Passagen, Tables und kleinen Drops zur Talstation des Zwölferkogels. Alle Obstacles können auch umfahren werden! Highlight ist der Wallride im unteren Teil der Strecke, mit perfekter Hintergrundkulisse. Wer will kann noch beim benachbarten Pumptrack vorbeischauen.

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