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FWT Rider Interview

Ski Vorjahressieger Markus Eder im Interview

Die Freeride Weltelite nimmt vom 7. bis 13. März 2020 bereits zum 14. Mal das Backcountry im Skicircus ins Visier. Am Wildseeloder in Fieberbrunn zeigen Snowboarder und Skier auf 629 Höhenmetern mit bis zu 70 Grad Hangneigung ihr Können. Hier entscheidet sich, wer zu den Besten zählt und zum großen Finale nach Verbier in die Schweiz reisen darf.

Fieberbrunn ist der einzige Stopp der Freeride World Tour in Österreich und Deutschland. Rund 40 Minuten müssen die weltbesten Freerider auf den Gipfel des Wildseeloders aufsteigen, bevor sie sich vom auf 2.118 m gelegenen Start in ihre Lines stürzen. Vom Contest Village am Lärchfilzkogel beobachten Zuschauer die spektakulären Runs. Saalbach Stories bat einen der Top-Rider der FWT zum Interview. Markus Eder, der Vorjahressieger bei den Skifahrern erzählt über seine laufenden Film-Projekte und warum er trotz seines Sabbaticals in Fieberbrunn an den Start geht. 

 

Steckbrief:

Name: Markus Eder

Nation: ITA

Disziplin: Freeride SKI

Alter: 28 Jahre

Karrierestart: 2010

 

Lieber Markus, du nimmst dir diesen Winter eine persönliche Auszeit. Welche Projekte verfolgst du?

Seit Beginn meiner Karriere springe ich zwischen Filmaufnahmen und Contests hin und her. Die letzten zwei Jahre habe ich meinen Fokus auf die FWT gelegt und Dreharbeiten hinten angestellt. Dieses Jahr jedoch liegt mein Fokus auf einem eigenen Filmprojekt. Kann es jedoch kaum erwarten in Fieberbrunn wieder im Startloch zu stehen.

Wird es irgendwann doch wieder eine Contest-Saison geben?

Das kann ich zurzeit noch nicht sagen. Ich plane meine Saisonen immer eher kurzfristig und lasse mich von Ideen und Motivationen treiben.

Deine Erinnerung an Fieberbrunn 2019? Du meintest in einem Interview, der Run lief zu 100% nach Plan?

Ja das stimmt. Wenn ich jetzt zurückblicke, lief es jedoch nur 99% nach Plan. Irgend etwas gibt es immer, woran man feilen kann. Jedoch war es bestimmt jener contest run mit dem ich am zufriedensten bin. Normalerweise muss ich während des runs immer etwas mehr von meinem Plan abweichen.

Was machte Fieberbrunn zu einem besonderen Tourstopp für dich?

Abgesehen davon, dass Fieberbrunn der Stopp ist, der meiner Heimat, dem Ahrntal, am nächsten liegt, konnte ich mit dem größten Punkteabstand gewinnen. Ich habe eine außergewöhnliche Linie gefunden, auf der ich meine Kreativität ausleben konnte. Außerdem war der Schnee unglaublich cool zu fahren - nicht zu tief und sogar etwas windgepresst. Jedoch war es unglaublich schneller Schnee und perfekt zum Landen von großen Airs. Hauptsächlich war es einfach der Fakt, dass ich fast den perfekten Run hinlegen konnte.

Du bist 2011 in die Backcountry Rennszene eingestiegen – wie kamst du dazu und wie sahen die Winter zuvor aus.

Vor dem Auftritt beim Red Bull Linecatcher in Vars (Frankreich) 2011 war ich ein eingefleischter Freestyle Skifahrer, der nichts vom Freeriden wissen wollte. Freestyle war meine Welt und ich habe damit damals schon die Welt bereist. Mein Manager hat mir dann einen Startplatz beim Redbull Linecatcher besorgt. Dort wurden Sprünge in einen Freeridehang gebaut und alle meine Idole aus den Skifilmen waren dabei. Bis dahin hatte ich noch nie Freeride Skier an meinen Füßen. Ich wollte eigentlich nicht teilnehmen, da ich dachte, ich hätte sowieso keine Chance. Schlussendlich habe ich mich dann jedoch von meinem Manager überreden lassen, bin zum Jahresanfang zuhause viel Tiefschnee gefahren und landete völlig unerwartet auf dem zweiten Platz. Dieser Contest hat mir eine neue Tür geöffnet, zu einer Welt die ich mir nicht erträumt hätte.

Trotz deines Sabbaticals werden wir dich in Fieberbrunn am Start sehen?

Ja, Fieberbrunn ist der einzige Stopp, bei dem ich heuer mit einer Wildcard dabei bin. Da gibt es etwas, das ich letztes Jahr nicht machen konnte... Also habe ich noch eine Rechnung offen die ich jetzt hoffentlich begleichen kann.

 

Alle Infos zur FWT in Fieberbrunn mit Programm und Details.

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