Elodie @ FWT Fieberbrunn | © D.Daher
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Freeride World Tour 2018

Saalbach Stories bat die Top-Rider der FWT zum Interview

Die Freeride Weltelite nimmt vom 9. bis 15. März 2018 bereits zum elften Mal das Backcountry im Skicircus ins Visier. Am Wildseeloder in Fieberbrunn zeigen Snowboarder und Skier auf 629 Höhenmetern mit bis zu 70 Grad Hangneigung ihr Können. Hier entscheidet sich, wer zu den Besten zählt und zum großen Finale nach Verbier in die Schweiz reisen darf.

Fieberbrunn ist der einzige Stopp der Freeride World Tour in Österreich und Deutschland. Rund 40 Minuten müssen die weltbesten Freerider auf den Gipfel des Wildseeloders aufsteigen, bevor sie sich vom auf 2.118 m gelegenen Start in ihre Lines stürzen. Vom Contest Village am Lärchfilzkogel beobachten Zuschauer die spektakulären Runs. Saalbach Stories bat zwei Top-Rider der FWT zum Interview. Elodie Mouthon gewann 2016 die FWT in Fieberbrunn in der Disziplin Snowboard, der Norweger Dennis Risvoll in der Disziplin Ski. 

 

Elodie Mouthon

29 Jahre, Anwältin aus Chambery, Frankreich

Disziplin: Snowboard

Bestes Ergebnis: FWT World Champion 2013

 

Dennis Risvoll

30 Jahre, Waldarbeiter aus Norwegen

Disziplin: Freeride-Ski

Beste Ergebnisse: 2 Sieger-Runs in der Freeride World Tour

FWT-Teilnahmen: Røldal, Norwegen 2012 und Fieberbrunn 2016 

Was bedeutet Skifahren für euch? 

Elodie: Für mich bedeutet es Freiheit. Ich war immer schon sehr gern in den Bergen.

Dennis: Skifahren ist mein Leben – schon von Kindheit an.

 

Euer erstes Mal auf Skiern?

Elodie: Ich war zwei Jahre alt und startete meine ersten Versuche im Garten der Großeltern!

DennisIch lebe in Vågå, einem kleinen Ort in den Bergen, wo ich auch das Skifahren erlernte, indem ich meine Familie und Freunde beim Springen über die Felsen beobachtete.

 

Wann war euch klar, dass Freeride euer Sport ist?

Elodie: Mit 15 Jahren. Ich wollte immer schon mit meiner Zwillingsschwester abseits der Pisten fahren. Also beschlossen wir, an keinen Slalom- und Half Pipe-Wettbewerben mehr teilzunehmen, und nur den Powder zu genießen.

Dennis: Ich habe von den Besten gelernt und meine Mentoren waren einige der verrücktesten und talentiertesten Extremsportler. Ich realisierte schnell, dass dies meine Welt ist und startete 2006 meine Profikarriere.

 

Wie würdet ihr euren Style beschreiben? 

Elodie: Aggressiv und schnell!

Dennis: Explosiv. 

Wo habt ihr eure schönsten Lines gefunden? 

Elodie: Ich hatte so viele schöne Lines – es ist schwierig, eine herauszupicken.

Dennis: Ich glaube, ich habe sie noch nicht gefunden. Aber Nendaz im Freeride Qualifyer war schon ein guter Moment.

  

Was ist euer Eindruck von Fieberbrunn? 

Elodie: Fieberbrunn ist meine liebste Location auf der Tour. Die Hänge sind ziemlich steil und spielerisch.

Dennis: Eine gute Location mit vielen Hits.

    

Woran denkt ihr kurz vorm Start.

Elodie: Ich konzentriere mich und erinnere mich an meine Line.

Dennis: Ich versuche mir die Line so gut wie möglich in Erinnerung zu rufen. Aber wenn ich starte geht mein Kopf auf Autopilot.

 

Wie wählt ihr eure Lines? 

Elodie: Ich sehe mir Videos aus den Vorjahren an.

Dennis: Ich wähle sie so, wie ich gerne fahren möchte und so, dass ich nachher damit zufrieden bin.

Zuschauer auf der FWT – großer Druck oder Motivator? 

Elodie: Es ist großartig sie dabei zu haben und ich finde es besser mit viel Publikum. Freeriden ist eine Show und es ist schön, diese Momente zu teilen.

Dennis: Egal, ob mit oder ohne Zuschauern, der Druck ist der gleiche. Ich denke auch nicht an Zuschauer, wenn ich fahre. Ich pushe mich, weil ich ansonsten im Ziel nicht zufrieden mit mir wäre. 

   

In der FWT teilzunehmen bedeutet für dich...?

Elodie: Die FWT ist für mich wie eine Familie!

Dennis: Es ist herausfordernd. Ich würde nicht sagen, dass es immer Spaß macht, aber ich fordere mich gern – auch im Wettbewerb. Und dafür ist die FWT der geeignete place to be.

 

Wenn die Saison vorbei ist… 

Elodie: ...muss ich wieder arbeiten.

Dennis: ...kehre ich heim in die Berge von Vågå und arbeite an meinem Haus.

 

Deine Meinung zur Zukunft des Freeridens? 

Elodie: Der Sport steckt noch in den Kinderschuhen – das Beste kommt erst noch.

Dennis: Freeriden hat großes Potential für mehr Publikum. In Norwegen ist es ein wenig beachteter Sport mit kaum Medienecho.  Also haben wir einen Job zu erledigen. Ich tue momentan mein bestes, um diesen Sport zu promoten. 

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