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Snowboard-Legende Stefan Gimpl

Vom Big Air-Star zum visuellen Genie

Stefan Gimpl ist in der Salzburger Sportszene jedem ein Begriff. Der Leoganger hat drei Mal den legendären Air&Style gewonnen und vier Mal den Gesamtweltcup im Big Air für sich entscheiden können. Heute lebt der sympathische Snowboarder in seiner Heimat und genießt die alpine Landschaft. Aber nicht nur das, er hält die einzigartigen Momente auch auf Foto oder Film fest.

Das auch mit großem Erfolg. Seine Landschaftaufnahmen sind in der Szene bekannt und durch die Publikation seines Fotobuches „Joy“ haben seine Motive weltweit Bekanntheit erlangt. Eine Fotoreise um die Welt aus den Augen des Snowboarders und Naturmenschen Stefan Gimpl, so könnten man seine Fotosammlung bezeichnen. Gesehen hat der Leoganger viel. Nicht nur die unzähligen Städte in denen die Big-Air-Events stattfanden, von Moskau über London bis zu Seoul, nein, auch auf seinen vielen Snowboardtrips hat Gimpl unseren Planeten kennen lernen dürfen. Meist im Winter und in der Kälte, aber das gehörte zu seinem Job dazu.

 

Das Brett, das die Welt bedeutet

Angefangen hat für ihn alles mit 11 Jahren. Sein älterer Bruder ist mit einem Brett nach Hause gekommen das ähnlich wie ein Ski aufgebaut ist, nur breiter und es hatte eine Bindung oben drauf. Snowboard hieß das gute Stück und kam aus Amerika. „Das Brett“ ließ ihn seither nicht mehr los und hat sein Leben bis heute dominiert. Die ersten Schwünge versuchte er noch mit den eigenen Skischuhen und offener Schnalle – für die Beweglichkeit– aber ein paar Wochen später stand schon ein Freestyleboard mit Bindung im Wohnzimmer. Die Begeisterung war dann nicht mehr zu Bremsen. Die ersten Contests in Österreich standen am Programm und Gimpl fuhr mit seinen Kollegen vom Snowboardclub in einem alten Campingbus von Event zu Event und sammelte Erfahrungen für Größeres.

Flying High

Bei seiner ersten WM in Japan konnte er dann internationale Luft schnuppern und ein Flugzeug das erste Mal von innen begutachten. „Ich bin bis dahin noch nie in einem Flugzeug gesessen und dann eben einfach nach Japan geflogen“, schmunzelt Stefan Gimpl. Der Beginn der großen Snowboardkarriere ließ nicht lange auf sich warten. In Göteborg stand er das erste Mal am Stockerl – neben großen Namen wie Legende Terje Hakonsen oder Jim Rippie – und bereits zwei Jahre danach konnte er den legendären Air&Style für sich entscheiden. Dazwischen verbrachte er seine Zeit auf den vielen Bergen unseres Planeten. Ab wann er seine Kamera auf den vielen Trips im Gepäck mit hatte kann er sich heute nicht mehr erinnern. Doch irgendwann vermischte sich die Liebe zur Fotografie mit der Leidenschaft des Reisens und er brachte viele Momente, auf Zelluloid festgehalten, mit nach Hause.

Die Freude danach

2010 hat Gimpl seine aktive Karriere beendet. Was danach blieb sind viele Erfolge, schöne Erinnerungen und unzählige Motive von seinen Erlebnissen auf der ganzen Welt. In der Zeit danach dominierte die Freude sein Leben und zwar in Form seines Buches „Joy, das er innerhalb eines Jahres mit viel Leidenschaft produzierte. 132 Seiten über seine 17 Jahre als Snowboardprofi. Die Fotos sprechen für sich.

 

Vom Brett zur Kamera und zurück

Neben der herkömmlichen Fotografie beschäftigte sich der Leoganger immer häufiger mit Zeitraffer-Aufnahmen und Videofilmen. Dennoch bleibt die Fotografie immer noch seine große Leidenschaft. Vom Spielberg aus, seinem Lieblingsberg im Pinzgau, hat er schon viele schöne Momente festhalten können. Diese und viele andere Motive sind diesen Winter in der Talstation des Steinbergliftes in Leogang zu bewundern. „Fernweh ist Heimweh, Landschaften aus Nah und Fern“, heißt seine Vernissage und zeigt seine fotografischen Highlights der letzten Jahre. Wenn er mal nicht hinter der Kamera steht, dann packt er im Winter noch immer gerne sein Snowboard aus und schwebt über die vielen Tiefschneeabfahrten im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn. Denn das, was vor knapp 30 Jahren begonnen hat, schlägt noch immer in seinem Herzen: Die Leidenschaft zum Snowboarden. Ein Brett und ein schöner Wintertag in seiner Heimat mit vielen Powderabfahrten, es gibt fast nichts Schöneres ihn.

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