L3 Skitourenrunde im Talschluss | Saalbach Hinterglemm
Die Gruppe besteht aus erfahrenen Tourengehern | © Heiko Mandl

L3 Skitourenrunde im Talschluss

Drei Skitouren-Gipfel für Könner

Eine Skitour, ein Gipfel. So lautete bisher immer unser sportliches Ziel im Winter. Diesmal wollten wir jedoch ganz im Sinne der „Lässigen 3“ gleich drei Gipfel in eine Skitour packen. Ob uns das gelungen ist? Findet es raus.

Saalbach Hinterglemm bietet nicht nur Pistenskifahrern eine riesige Auswahl an Pistenkilometern und Liften. Aber auch Skitourengeher kommen gerne in das Glemmtal um ihrer Leidenschaft nachzugehen. So auch wir. Wir sind im freien Gelände erfahren und vor jeder Tour prüfen wir natürlich gewissenhaft den Lawinenlagebericht. Auch die LVS-Ausrüstung ist immer mit auf Tour und im Zweifelsfall wird auf den Ausflug ins Gelände zugunsten der Sicherheit verzichtet. Also gleich vorweg: Wer keine Erfahrung im alpinen Tourengehen hat, schließt sich am besten einer geführten Tour der lokalen Berg- und Skiführer an.  Die regionalen Skischulen helfen gern bei der Vermittlung der Guides.

 

Schuster-, Staff-, oder Spieleckkogel, wir haben sie in den letzten Jahren alle schon auf unserer Tourenliste abgehakt. Was uns noch fehlt ist die bekannte Talschlussrunde. Am Ende des Glemmtales tun sich einige markante Gipfel auf. Dabei gibt es bei der Talschlussrunde auch viele verschiedene Varianten. Wir entscheiden uns diesmal für eine Talschlussrunde-Light. Von der Lindlingalm wollen wir den Tristkogel besteigen und – über die flachen Hänge am Talende über den Mittagskogel – den Schusterkogel bezwingen.

Marathontour am Ende des „Home of lässig“

Über 1000 Höhenmeter und 15 Kilometer lesen wir bei der ausführlichen Tourenvorbereitung aus den GPS-Daten heraus. Für diese Tour müssen wir uns schon den ganzen Tag Zeit nehmen. Abseits des Trubels der Skipisten legen wir bei der Lindlingalm die Skier an und gehen gemütlich über den Forstweg zur Ossmannalm. Über unseren Köpfen thront unser erstes Ziel, der Tristkogel. Die Schneebedingungen sind heute ideal und die Lawinengefahr gering. Denn eines sei hier erwähnt, wer die Runde in Angriff nehmen will, der sollte wissen was er tut und im Zweifelsfall eine lokalen Bergführer buchen. Wirbewegen uns hier im alpinen Gelände – mit all den Gefahren, die im Winter auf uns lauern.

 

Natur-pur im Glemmtal

Nach einer Bachüberquerungen kommen wir schließlich zur urigen Mittersaalalm. Die Hütte ist nicht bewirtschaftet, wir machen dennoch einen kurzen Halt und genießen den Ausblick hinüber zum Schusterkogel, unserem Ziel Nummer 3 für heute. Unser Weg führt uns weiter bergauf über meist flache Hänge Richtung Saaljoch. Nach Westen würde es nicht mehr weit bis zum Gipfel des Staffkogels sein. Kurz juckt es uns in den Waden, einen vierten Gipfel in unsere Runde einzubauen, doch wir bleiben vernünftig und biegen zum Saaljoch ab. Von hier oben haben wir schon einen guten Aus- und Überblick über das Glemmtal. Wir können bis ganz nach vorne zum Schattberg blicken, erkennen das rege Treiben der Skifahrer und Snowboarder, genießen aber die Ruhe hier am Ende des Glemmtales . In der Stille des Talkessels sind wir ganz im Hier und Jetzt. Die Hohen Tauern leuchten zu uns herüber und auch der Großglockner, immerhin der höchste Berg Österreichs, lässt sich an diesem Traumtag blicken.

Gipfel Nummer 1 – check

Vom Saaljoch sind es noch gut 200 Höhenmeter bis zum Gipfel des Tristkogels. Die haben es aber ganz schön in sich! Die Aufstiegsspur wird immer steiler und wir kommen richtig ins Schwitzen. Geschafft, wir stehen unter dem Gipfelkreuz unseres ersten Berges und können von hier unser zweites Ziel gut erkennen. Der Mittagskogel liegt am Ende einer Hochebene über dem Talschluss des Glemmtales. Bevor wir unser Ziel Nummer 2 in Angriff nehmen, genießen wir aber noch die kurze und rasante Abfahrt hinunter zur Toralm. Der Schnee lässt keine Wünsche übrig: noch leicht pulvrig aber nicht zu tief, ideal für unsere breiten Tourenski. Nach der kurzen Abfahrt heißt es für uns jetzt wieder Anfellen und über leicht kupiertes Gelände Richtung Mittagskogel zu gehen. Die letzten Meter hoch zum Gipfel werden etwas steiler. Aber für uns, als geübte Skitourengeher, sind sie ohne große Probleme zu bewältigen. Vom Gipfel aus tut sich der komplette Alpenhauptkamm der Hohen Tauern vor uns auf. Großvenendiger, Großglockner und weitere Dreitausender – bei der Fernsicht sind die „Großen“ alle zum Greifen nahe.

Das Beste kommt zuletzt

Auf uns wartet auch noch ein Großer. Der Schusterkogel ist mit 2.207 Metern einer der höchsten Erhebung im Glemmtal. Das Gute daran ist, dass wir bereits auf knapp 2.000 Meter aufgestiegen sind und uns nur mehr rund 200 Höhenmeter bis zum letzten Gipfel fehlen. Wir queren gemütlich zur Schusterscharte und nehmen die letzte Hürde in Angriff. Über einen freien Grat kommen wir schließlich am Schusterkogel an und freuen uns, unsere persönlichen „Lässigen 3“ geschafft zu haben. Noch mehr freuen wir uns über die letzte Abfahrt des Tages! Aufgrund der perfekten Schneesituation können wir über die nordseitig gelegene Abfahrt direkt zur Lindlingalm abfahren. Knappe 1.000 Höhnmeter perfektes Tiefschneevergnügen, unbeschreiblich! Welcome to the „Home of lässig“.

 

Wichtige Informationen

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LO.LA* - Lokaler Lawinenlagebericht

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