Auf zwei Kufen gehts bergab. | © Heiko Mandl
  • Die lässigen 3

Family-Fun auf Eis und Schnee

Drei Familienaktivitäten abseits der Piste

Klar, wer im Winter ins Glemmtal fährt hat meist nur ein Ziel: Skifahren auf dem sehr gut ausgebauten Pistennetz. Es gibt aber besonders für Familien viele Alternativen zum Pistenwedeln, die genauso viel Spaß machen. Wer also einmal eine Ruhetag vom Skifahren einlegen möchte, dem wird in Saalbach Hinterglemm ganz und gar nicht langweilig. Gemeinsam mit meinen Kids habe ich im Jänner drei lässige Familienaktivitäten ausprobiert und unsere jungen Tester Marie, Laura und Nico (7 Jahre) in den Schnee und auf das Eis geschickt.

1. Eislaufen in Hinterglemm

Der Eislaufplatz in Hinterglemm liegt taleinwärts, nach dem Ortsende, direkt an der Hauptstraße. Im Winter können hier die Eisläufer von 10:00 bis 22:00 Uhr ihre Runden drehen. Unsere drei Kinder sind vom ersten Moment an begeistert. Nachdem wir die Leihschuhe anprobiert haben, gehen wir gleich auf das rutschige Eis und tasten uns langsam ran. Stürze sind natürlich unausweichlich, doch mit den dicken Skianzügen sind selbst Ausrutscher am Eis ein Spaß. Der große Hit bei den Kids sind die Eisrobben. Nein, nicht die echten aus der Antarktis, sondern die Version aus Plastik. Hier können sich die Kinder gut anhalten und erste, vorsichtige Schritte auf dem Eis unternehmen. Oder aber auch einfach drauf sitzen und sich von den Eltern ziehen lassen.

Nach zwei Stunden werden selbst die fittesten Kids mal müde – und hungrig. Da kommt das Bistro direkt im Sportzentrum Hinterglemm gerade richtig. Ein kleiner Snack, ein heißer Tee und die Welt sieht in den Kinderaugen wieder viel rosiger aus.

2. Schlittenfahren auf dem Spielberghaus

In Saalbach Hinterglemm warten zwei präparierte und beleuchtete Rodelpisten. Die erste zieht sich in weiten Serpentinen von der Reiterkogel-Mittelstation über 3,5 km direkt nach Hinterglemm und die andere beginnt direkt beim legendären Spielberghaus und führt bis in den Ort Saalbach. Die Entscheidung fiel den drei Kids nicht schwer: die Aussicht auf eine Einkehr im gemütlichen Spielberghaus überzeugte, obwohl auch die Reiterkogel-Rodelbahn, mit über 400 Metern Höhenunterschied, Action und Spaß für Alt und Jung garantiert. So stehen wir jetzt beim Parkplatz am Fuße der Spielberghaus-Rodelbahn. Wer genug Fitness mitbringt kann die drei Kilometer bis zum Spielberghaus zu Fuß zurücklegen. Ein großes Abenteuer verspricht aber eine Auffahrt mit der Pistenraupe. Mit dem hauseigenen Shuttle-Service kann man sich komfortabel mit dem Pistengerät hochtransportieren lassen. Schneller und gemütlicher ist auf jeden Fall Variante zwei, das erkennen auch Marie, Laura und Nico und steigen in den Transportkorb des Pistengeräts. Mit lautem Getöse startet die Blechmaschine und bringt uns im Nu hoch zum Spielberghaus.

Oben angekommen empfängt uns einen einmalig schöne Winterlandschaft. Es hat gerade zu schneien begonnen und die Rodelstrecke ist perfekt präpariert. Bevor wir starten, statten wir dem Spielberghaus noch einen Besuch ab. Kleiner Tipp: Die Pinzgauer Kasnocken sind für uns ein echter Geheimtipp. Ganze vier Käsesorten werden hier vom Koch mit selbstgemachten Nocken zu einem kulinarischen Gesamtkunstwerk vermischt. Gestärkt starten wir dann Richtung Tal. Die Leihrodeln stehen schon frisch poliert vor der Hütte, es kann also gleich losgehen. Die ersten Kurven nehmen wir noch mit etwas Vorsicht, aber nach ein paar Minuten ist die anfängliche Scheu abgelegt und wir zischen mit voller Geschwindigkeit Richtung Glemmtal. Immer wieder wird die Strecke etwas flacher, bevor uns das nächste Steilstück überrascht. In Summe ist die Rodelstrecke ideal für Familien und Kinder, da es nie allzu lange steil bergab geht. Unten angekommen stellen wir die Rodeln zum Sammelplatz. Das Leuchten in den Kinderaugen gibt uns recht: Das war Spaß pur!

3. Snowtubing in Hinterglemm

Nach unserem Rodelausflug sind wir Feuer und Flamme für das schnelle Gleiten über Schnee und wollen gleich Snowtubing ausprobieren. Snowtubing ist wie Schlittenfahren auf einem Reifen - nur mit mehr Action und Speed. Dafür gibt es in Hinterglemm bei der Unterschwarzachbahn eine eigene Strecke. Die ist zwar nur 120 Meter lang, man sollte aber den Speed nicht unterschätzen, den man in dieser kurzen Zeit erreichen kann. Mit einem gültigen Liftticket ist die Benützung der Snowtubingbahn (von 16:00 bis 21:30 Uhr) übrigens kostenlos. Wir stapfen gemütlich nach oben und starten in unseren ersten Run. Nico stürzt sich zuerst auf die Strecke und geht in Rennposition. Mit vollem Tempo fährt er in die abschließende Kurve und stößt einen lauten vergnügten Schrei aus: „Das ist Action pur, das macht Spaß!“ Unten angekommen hören wir ein einstimmiges: „Noch einmal!“. Na gut, dann fahren wir eben wieder hoch. Der Abend ist ja noch jung.

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