Erdepfinidei | © Edith Danzer
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Erdepfinidei

Rezept mit Chefempfehlung

Ein traditionelles, bodenständiges Gericht mit vielen Namen – die einen kennen es unter „Pinzgauer Freitagsnidei“, die anderen unter Erdepfinidei, Bauchzweckerl, Damnidei (wegen der Daumendicke) oder Oischneidnidei (wegen dem Schneiden der Nidei aus der Teigrolle). Doch egal, wie man es nennt, kommen die Nidei – meist in Begleitung von Sauerkraut – auf den Tisch, erntet die Köchin begeisterten Beifall. Saalbach Stories hat für dieses Pinzgauer Gericht an die Küchentür des Tourismusdirektors von Saalbach Hinterglemm geklopft, und erhielt das geheime Familienrezept - sozusagen mit Chefempfehlung.

„Dieses Gericht kocht keiner so gut, wie meine Mama!“, ist sich Wolfgang Breitfuß, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Saalbach Hinterglemm sicher. Seit 1995 leitet er die Geschäfte des Tourismusverbandes und hat als Absolvent der Hotelfachschule Klessheim selbst das Kochen erlernt. „Die Freitagsnidei, wie wir sie nennen, lass ich mir aber am liebsten von meiner Mama kochen. Sie müssen richtig knusprig angebraten werden und im Sauerkraut muss viel Speck sein“, verrät er lachend, während seine Mutter Annemarie in der Küche die Pfanne mit den Nidei schwenkt. 

Was ihr Geheimnis ist, möchten wir wissen und Annemarie lacht: „Ich verwende für die Freitagsnidei festkochende Kartoffeln, die ich schon am Vortag koche und erkalten lasse. Und zum Braten muss man sich genug Zeit lassen. Serviert werden die Nidei mit Sauerkraut und einem Glas kalter Milch! In das Sauerkraut gebe ich, zusätzlich zur Suppenwürze, etwas Honig und Butter - das ergibt einen feinen, milden Geschmack.“ Während mir Annemarie das Familienrezept verrät, stibitzt Wolfgang Breitfuß heimlich ein fertig gebratenes Nidei direkt aus der Pfanne und meint zufrieden:  „Genau so sind sie richtig! So bekommt das nur Mama hin!“

Pinzgauer Freitagsnidei
Zutaten für 4 - 5 Personen

  • 1,5 kg festkochende Salatkartoffeln
  • etwas Mehl nach Bedarf
  • Salz
  • Fett zum Braten der Nidei

Die am Vortag gekochten Kartoffeln schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Die Kartoffelmasse salzen und zur Bindung Mehl zugeben. Das erfordert ein wenig Gefühl, denn die Masse sollte nicht zu weich sein! Diesen Teig gut kneten, zu Rollen formen und etwa eine halbe Stunde rasten lassen. Die Teigrollen danach auf einer bemehlten Arbeitsfläche in Scheiben schneiden, diese nochmals halbieren und zu fingerdicken und 1 cm langen „Wuzerl“ formen.

In einer großen Pfanne Fett erhitzen, die Nidei darin ganz langsam braten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Nicht zu viele auf einmal in die Pfanne geben, denn die Nidei müssen beim Schwenken genug Platz haben und sollen nicht aneinander kleben bleiben.  

Zubereitung Sauerkraut

  • 1 1/2 Packungen mildes Sauerkraut (etwa 1/2 Kilo)
  • Suppenwürze
  • Honig
  • etwas Wasser
  • Lorbeerblätter
  • Wacholderbeeren
  • etwas Butter

Das ungewaschene Kraut mit etwas Wasser, Suppenwürze, den Lorbeerblättern und Wacholderbeeren leicht köcheln lassen. Honig zugeben und mit etwas Butter verfeinern.

 

Mit einem Glas kalter Milch servieren – guten Appetit & „Moizeit“!

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