Left Hand Right in action | © Daniel Roos
  • Die lässigen 3

Die lässigen 3(+1) Glemmer Bands

Musik - Made in Saalbach Hinterglemm

Sie sorgen für rockige Töne, feinsten Jazzsound, lauten Punk oder Mundart-Texte bei denen man einfach hinhören, tanzen oder mitsingen muss. Die Glemmer Band-Szene ist breit gefächert. Und eigentlich werden in diesem Fall „Die lässigen 3“ kurzerhand zu „Die lässigen 3(+1)“, denn der eine oder andere Musiker der einen Band taucht auch in der Besetzungsliste der anderen Band auf. Wir baten je einen Vertreter zum Interview und dürfen heute die vier lässigsten Bands aus Saalbach Hinterglemm vorstellen.

1. Alternativer Mundart-Anti-Folk von Happy Hoagascht

 

Interviewpartner: Stefan Schipflinger, 34, Bautechniker

Besetzung: Mario Maierhofer, Ludwig und Florian Schwarzenbacher, Stefan Schipflinger


Musikstil: Innagebirgs Anti-Folk, Alternative Mundartmusik, Neue Volksmusik

 

Die vierköpfige Mundart-Band aus Saalbach Hinterglemm wurde 2009 als Solo Projekt von Stefan Schipflinger gegründet und seit 2012 tritt Happy Hoagascht als 4-Mann Band
 auf. Mit selbstgeschriebenen, humoristischen und oft kernigen Songs begeistern sie ihr Publikum. Beim „My Stage“ Bandcontest am Spielberg Musikfestival haben sie sich letztes Jahr mit ihrer Hörprobe „Schmus ma amoi“ unter die Top 12 Bands gespielt.

 

Stefan, welche Rolle spielst du in der Band:
Ich bin Songwriter - zuständig für Gitarre, Gesang und Management. Ich bin sozusagen der Band-Papa.

 

Wo können euch die Saalbach Stories-Leser in diesem Sommer hören:
Auf unserer Homepage www.happyhoagascht.at findet ihr immer die aktuellen Gigs.

 

Ihr schreibt eure Lieder alle selbst:
Ja, alle unsere „Liadl“ sind Originale und werden von uns in intensivster Kleinstarbeit komponiert und arrangiert. Meistens bei unseren ausgiebigen Proben am Gipfel des Zirmkogels. Dort werden wir besonders intensiv von der Muse geküsst, wenn nicht sogar abgeschmust!

 

Gibt es online eine Hörprobe?
Aber natürlich – zum Beispiel „Engelbert Strauss“ oder „Schmus ma moi?“ oder „Pofesn

 

Wo & mit wem würdet ihr gerne mal auf der Bühne stehen?
Hmm, da muss ich überlegen. Mario würde sagen, mit „Slayer“ im „924 Gilman Street - Kalifornien“, Ludwig vermutlich „Tame Impala“ im „Oxford Hotel - Sydney“, Flo vermutlich beim „Guca Festival in Serbien“ mit allen Künstlern die dort auftreten und ich würde sagen mit „Bob Dylan“ im legendären „Gaslight Cafe in New York“.

 

Ein Songtitel aus eurem Repertoire, der dir besonders am Herzen liegt:
„Der legendäre Baufirmenschmusa aus 2009“ – weil wir ihn seit Beginn bei jedem Auftritt spielen.

 

Was geht am Beginn eines Auftritts in dir vor:
Ich denke mir immer, hoffentlich ist die Gitarre gestimmt, hoffentlich vergisst keiner von uns die Texte und hoffentlich sagt niemand nach der Show, ihr seid so super, ihr würdet perfekt in eine Casting Show passen.

 

Eine kleine Anekdote aus dem Musikerleben:
Einmal haben wir im „Cafe Carina“ in Wien ein Konzert gespielt. Gegen Ende kam ein Herr ins Lokal, nur um auf die Toilette zu gehen (das haben wir selbst gar nicht mitbekommen). Am nächsten Tag spielten wir im „Shakespeare“ in Salzburg. Nach dem Auftritt kam dieser Herr und seine Freundin auf uns zu und sagte, dass sie beide eigens von Wien nach Salzburg gekommen sind, um unser Konzert zu sehen. Ihm haben bei seinem Toilettengang am Vortag unsere letzten Nummern so gefallen, dass er sich unbedingt ein ganzes Set ansehen wollte. Da waren wir natürlich sehr geschmeichelt.

 

Die Zukunftspläne von Happy Hoagascht:
Auch wenn wir jedes Jahr älter werden und unsere Interessen auch anderweitig recht groß sind (Freundin, Familie, Arbeit, etc.), wollen wir noch weiterhin Musik machen und hoffen, dass auch zukünftig die Menschen zu Konzerten kommen. Vielleicht können wir auch wieder junge Leute (vor allem im Glemmtal) zur Gründung einer Band animieren. Und wir hoffen, dass Österreichs Radiosender zukünftig heimische Musik mehr promoten und auch öfter spielen. Vor allem Mundart. Das versteht wenigstens jeder!

2. Punkrock von CANTONA

Interviewpartner: Tobias Riedlsperger, 24 Jahre, Shaper

Besetzung: Mucki Maierhofer (Drums, Vocals) und Tobias Riedlsperger (Gitarre, Vocals),  Christoph Miller (Bass, Vocals)

Musikstil:  Punk/Hardcore

 

Tobi, wie kam es zur Gründung von CANTONA im Jahr 2010:
Wir fanden durch unseren ähnlichen Musikgeschmack zueinander und experimentierten zusammen. Nach einigen lustigen Nächten wurde der Stein ins Rollen gebracht. Wir waren damals extrem motiviert und probten auch schon mal vier bis fünf Tage hintereinander.

 

Was war euer legendärster Auftritt:
Das war im August 2013 im Salzburger Rockhouse mit „The Flatliners“ und „Face to Face“.

 

Wo kann man euch hören:
Im Glemmtal hatten wir mit Cantona schon lange keinen Auftritt mehr – für den Großteil der Gäste ist der Musikstil unserer Band-Absplittung „Left Hand Right“ kompatibler. ;) Momentan ist aber leider ohnehin Pause bei Cantona, da ein geeigneter Proberaum fehlt.

 

Du bist Gitarrist, Sänger und Songschreiber – schreibt ihr alle Songs selbst?
Ja, alle Songs stammen aus unserer eigenen Feder. Mittlerweile gibt es drei Alben, in die man auch unter www.cantona.at/music reinhören kann. Eine Hörprobe gibt es auch hier.  

 

Einer eurer Songs, der dir besonders am Herzen liegt:
Das ist der Song „Trade“. Der Text an sich wurde von dem gleichnamigen Film von Roland Emmerich sehr geprägt. Die Emotionen spiegelten sich auch im Song. Es ist ein sehr kraftvoller Song, den wir immer noch spielen.

 

Deine liebste Location für einen Auftritt im Glemmtal:
Das Sommerevent „Lake of Charity”!

 

Wie fühlt sich der Moment an, wenn die Lichter auf der Bühne angehen:
Meistens stressig, da wir erst in letzter Minute mit den Vorbereitungen fertig werden. Da sind wir alle drei die gleichen Chaoten. Aber ein kurzes Anstoßen mit dem Bier war immer noch drin. Und sobald der Verstärker Leistung bekommt, vergisst man alles rundum. Es zählt dann nur noch die Musik!

3. Acoustic Rock von „Left Hand Right

 

Interviewpartner: Manni Bacher, 23 Jahre, Grafiker & Musiker

Besetzung: Tobi Riedlsperger, Christoph Miller, Manni Bacher

Musikstil:  Cover-Band, Acoustic Rock´n Roll gepaart mit ganz viel Blödsinn

 

Die Jungs von „Left Hand Right“ scheinen ihr Musikerdasein nicht bitterernst zu nehmen, und so dürfen auch die Interviewantworten mit einem Augenzwinkern verstanden werden. Nichtsdestotrotz sorgen Manni Bacher, Tobi Riedlsperger und Christoph Miller bei ihren Live-Auftritten für echten Rocksound und beste Party-Stimmung.

 

 

Manni, welche Rolle spielst du in der Band:
Cajon (Kistentrommel), Percussion, Gesang & Komödiant

 

Wie habt ihr zusammengefunden:
Kennengelernt haben wir uns bei einer Tupperware-Party von Miller’s Mum. Durch die Liebe zu Einhorn-Kostümen, Rock’n Roll und Witze unterhalb der Gürtellinie saßen bald nur noch wir drei am Tupperwarepartytisch. Sogar die Tupperware-Fee hatte sich aus dem Staub gemacht. Danach spielten wir eine Zeit lang gemeinsam bei Cantona. Aus Lärmbelästigungsgründen und wegen zu viel Feenstaub entwickelte sich die Band „Left Hand Right“.

 

Was war euer legendärster Auftritt:
Es gibt keinen legendärsten Auftritt, nur viele gute Erinnerungen! 16 Jägermeister, Stagedives, Striptease im Kran, ...

 

Wo können euch die Saalbach Stories-Leser live hören:
Hauptsächlich in der Harley Bar oder bei fast allen größeren Veranstaltungen. Und natürlich bei Tupperwarepartys. :)

 

Schreibt ihr auch selbst Songs:
Grundsätzlich ja – aber die kann nur leider keiner spielen.

 

Gibt es online eine Hörprobe?
Ja, die gibt es hier.

 

Deine liebste Location für einen Auftritt im Glemmtal:
Die Harley Bar

 

Eine Musiker-Weisheit:
Bier und Wein dass lass sein! Schütt dir lieber Jägermeister rein.
Mann sollte sich als Musiker nicht immer zu ernst nehmen, sondern auch mal über sich selber lachen können.

3+1. Jazz-Soloprojekt: SON OF KURT

Sozusagen als Bonustrack dieses Artikels, wollen wir euch mit dem Soloprojekt von Happy Hoagascht-Bandmitglied Florian Schwarzenbacher seine jazzige Seite nicht vorenthalten. Der 28-Jährige startete 2015 mit seinem Sax als „Son of Kurt“ durch und begeistert sein Publikum mit Live-Instrumental Sessions zu House und Deep-House DJ-Sounds. Florian ist jedoch mehr, als „nur“ ein Live-Saxophonist. Er kombiniert seine Musik mit Live-DJ’s, experimentiert mit Klängen und exotischen Instrumenten und zeigt, dass das Sax mehr kann, als die House-Musik der Charts aufzupeppen.

 

Florian, wie kam es zu deinem Soloprojekt:
Erstmals bin ich im Dezember 2015 zur Hotelgeburtstagsfeier des „Alpin Juwel“ in Hinterglemm zusammen mit DJ Noel gebucht worden. Seitdem kommen mehr und mehr Gigs von Saalbach bis weit darüber hinaus hereingeflattert.

 

Wo können dich die Leser demnächst in Saalbach Hinterglemm hören:
Das nächste Mal wird wieder bei  der Biker Mania in Hinterglemm aufgegeigt!

 

Schreibst du auch selbst Songs:
Ja, mit diesem Jahr werde ich mich mehr und mehr mit meinem eben entstehenden Debut-Album „REFLECTIONS“ befassen. Dabei wird sehr viel Wert auf Authentizität und persönlichen Stil gelegt.

 

Ein Songtitel aus deinem Repertoire, der dir besonders am Herzen liegt:
„We Will Be Shining“ (siehe Video) Das ist die letzte „Pop“ Produktion, die ich gestartet habe mit der wundervollen Raffaella della Gemma an den Vocals. Für das Video habe ich ein Casting für ein Tanzpaar organisiert und die Besten haben dann für das Video getanzt!

 

Deine liebste Location für einen Auftritt im Glemmtal:
Bobby´s Pub

 

Inspiriert dich deine Heimat in der Musik:
Die Ruhe und Klarheit in der Natur sind für mich ein großer Inspirationsfaktor.

 

Zukunftspläne:
Da es derzeit eine sehr große Nachfrage nach Live-Instrumentals und DJ´s im Pinzgau und darüber hinaus gibt, und ich so viele Auftritte einfach nicht mehr annehmen kann, gibt’s ab kommenden Winter Verstärkung für mich: „The New Live Collective“. Das sind Live-Musiker an verschiedensten Instrumenten, zusammen werden wir dann das Glemmtal rocken!

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