• Tradition

Ausflugstipp: Heimathaus

(nicht nur) für Regentage

Dicke Tropfen fallen vom Himmel oder die vom Wandern und Biken strapazierten Muskeln verlangen nach einem gemächlichen Kontrastprogramm? Das Saalbacher Heimathaus mit angrenzendem Skimuseum bietet eine perfekte Alternative zu Berg & Trails.

Das Heimathaus allerdings auf eine Schlechtwettervariante zu reduzieren, täte dem wunderschönen Plätzchen sehr unrecht. Es ist die Kulturstätte der Gemeinde Saalbach Hinterglemm. Schon beim Nähertreten stechen die Blumenpracht und der aufwändig nach alter Tradition gefertigte Pinzgauer Zaun ins Auge. Mitten auf dem wunderschön angelegten Areal steht das Heimathaus –  ein altes Bauernlehen aus dem Jahr 1350, das an dieser Stelle wieder aufgebaut und zur Alpinen Skimeisterschaft 1991 als Österreicherhaus eröffnet wurde. Der damalige Kustos – General Siegfried Weitlaner – sorgte für die dauerhafte Nachnutzung durch den Aufbau des Museums. 

Im obersten Stockwerk beheimatet das Museum eine Dauerausstellung über alte Ansichten des Ortes, Räume mit sakralen und landwirtschaftlichen Exponaten, eine komplette Schlafkammer aus der Zeit der Vorfahren und einer Ausstellung antiker handwerklicher Utensilien aus der Region. Der erste Stock ist saisonal wechselnden Ausstellungen regionaler Künstler gewidmet. Diesen Sommer werden dort geschnitzte Exponate von Rainhard und Ingeborg Eder von der Hinterglemmer Holzstube gezeigt. Auch die Malerin Sabine Hemetsberger stellt dort noch bis Oktober 2017 ihre farbenfrohen Bilder aus. Gerne führt Kustodin Maria Mitterer gegen Voranmeldung durch das Museum.

Das Skimuseum
Direkt hinter dem Heimathaus wurde das alte Steinachhäusl aus dem Jahr 1698 als Skimuseum inszeniert. Das alte Wohnhaus des Bauerngutes Mitterrammern wurde 1994 von der Gemeinde angekauft und originalgetreu wieder aufgestellt. Seitdem ist das Steinachhäusl das Saalbach Hinterglemmer Skimuseum mit über 200 Exponaten aus der Skigeschichte. Hier taucht man ein in die Welt des Skifahrens – von den ersten Skiern, die im Jahr 1898 ins Tal gebracht wurden bis zum heutigen führenden und topmodernen Skigebiet. Wer beim Verlassen des Skimuseums ganz leise ist, kann vielleicht die fleißigen Arbeiterinnen aus dem angrenzenden „Troadkansten“ hören. Dieses Gebäude aus 1727 beheimatet einen Schaubienenstock und hinter einer Glaswand kann man die kleinen Honigproduzenten bei der Arbeit beobachten.

Brotbacken im Heimathaus
Wenn der Duft von frischgebackenem Brot zwischen Skimuseum und Heimathaus streicht, dann wird im historischen Brotbackofen gebacken! An drei Terminen im Sommer wird der Ofen im Garten befeuert und die gute Seele des Heimathauses, Renate Oberhauser, zeigt den Gästen, wie nach altem Rezept aus Sauerteig knuspriges Bauernbrot entsteht. Wer möchte, kann im Anschluss das Brot vor Ort kaufen und zuhause in aller Ruhe verkosten.

 

Öffnungszeiten Heimathaus
Juli und August: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 14:00 bis 18:00 Uhr.
Ende Mai, Juni und September: Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 18:00 Uhr.

 

Brotbacktermine
Montag, 24. Juli
Montag, 21. August
Montag, 18. September

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