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25 Jahre Rave on Snow

Die Weihnachtsfeier der elektronischen Musik.

Seit einem Vierteljahrhundert bringt das elektronische Musikfestival die Berge des vorweihnachtlichen Glemmtals zum Glühen. Vom 13. bis 16 Dezember versammeln sich auch dieses Jahr wieder die Freunde der elektronischen Musik in Saalbach Hinterglemm, um drei Tage lang auf 10 Floors zu 80 DJs & Live Acts zu tanzen und zu feiern.

Flackern andernorts besinnlich die Kerzen am Adventkranz, so wird die Weihnachtsfeier der Techno & House-Anhänger in Saalbach Hinterglemm mit ausgelassener Partystimmung und feinsten Elektro-Klängen begangen. Saalbach Stories bat ROS-Mitbegründer Thomas Kleutgen zum Interview und unternahm mit ihm eine Zeitreise zu den Anfängen des Festivals, erfuhr über Highlightmomente und Wetterkapriolen.

Ich erinnere mich selbst noch gut an mein allererstes Rave on Snow in Saalbach Hinterglemm im Jahr 1999. Bunte Typen, elektronische Musik, bei der man einfach Tanzen muss und eine absolut fröhliche Stimmung - das war mein erster Eindruck dieses Festivals. Daran hat sich über die vielen Jahre nichts geändert, und doch ist Rave on Snow - die Weihnachtsfeier der Techno-Fans - nach einem Vierteljahrhundert auch erwachsen geworden. Der Wahl-Berliner Thomas Kleutgen, der gemeinsam mit Bob Shahrestani und einem gut eingespielten Team seit vielen Jahren die Erfolgsgeschichte von ROS in Saalbach Hinterglemm schreibt, ist mittlerweile in den Fünfzigern und erinnert sich selbst gut an die Anfänge dieses einzigartigen Festivals.

 


 

Thomas, vor 23 Jahren übersiedelte ROS ins Glemmtal. Nach zwei Jahren in anderen Tourismusdestinationen seid ihr damals gekommen, um zu bleiben.
Ja, aus einem winterlichen Party-Ausflug mit 50 Freunden und DJs entwickelte sich schnell etwas Großes. Das war damals eigentlich gar nicht geplant. Heute bespielen 80 DJs und Live-Acts drei Tage lang zehn verschiedenen Floors. Auch wenn sich die Musik über die Jahre etwas verändert hat, ist der ursprüngliche Spirit erhalten geblieben. ROS bedeutet, bei Musik abseits des Mainstreams und der EDM-Headliner zu feiern und das Zusammengehörigkeitsgefühl, wenn Freunde gemeinsam auf Party-Urlaub fahren. Es ist immer noch fast wie eine Klassenfahrt.

 

Über zwei Dekaden Treue zu Saalbach Hinterglemm, so lange halten einige Beziehungen nicht. Da erlebt man auch einiges im Ort mit?
Oh ja, alleine infrastrukturell hat sich einiges getan! Neue Lifte und Hotels wurden gebaut. Und einige der Hotelierskinder, die ich in meiner Zusammenarbeit als Kids kennenlernte, sind heute selbst schon im 4*-Betrieb am Ruder. Das gibt dem Ort nun nochmal einen jungen Schwung. Nur einmal, als die Mehrzweckhalle als eine unserer beliebten Partylocations wegfiel, kam ein Hauch von Beziehungskrise zwischen Saalbach Hinterglemm und ROS auf. Doch schnell packte Saalbach das Tafelsilber aus und präsentierte uns mit der Tennishalle in Hinterglemm eine perfekte Alternative. Das Geheimnis der langjährig guten Zusammenarbeit und treuen Partnerschaft: Never change a winning Team!

Im LineUp finde ich einige DJs, die euch seit den ersten Jahren begleiten. Gibt es auch einige Gesichter im Publikum, die mit Rave on Snow „erwachsen geworden“ sind?
Na klar! Es gibt viele Besucher, die uns seit über 15 Jahren treu sind, und 60% unserer Gäste sind Repeater. Einige Fans der ersten Stunde könnten heute sogar schon ihre eigenen Kids mit zum Festival nehmen! Wir merken auch, dass die Nachfrage nach 4*-Hotels in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist und viele das Wochenende vermehrt auch zum Skifahren und Boarden nutzen. Bei den DJs sind Domenic D’Agnelli oder Pascal Feos unsere Wegbegleiter über viele Jahre.

 

Wetterkapriolen und persönliche Highlights - was ist dir besonders in Erinnerung geblieben?
An unterschiedlichen Witterungsbedingungen hatten wir in zwei Jahrzehnten alles dabei: Wintereinbrüche mit fast einem Meter Neuschnee am Anreisetag, minus 23 Grad mit Eisregen, Sturm, Dauerregenegen oder auch herbstlich-grüne Pisten. Der Feierlaune konnte aber das Wetter nie etwas anhaben. Ein absoluter Highlight-Moment für mich war der Auftritt von Paul Kalkbrenner am Schattberggipfel. Da platzte die Location zwar fast aus allen Nähten, aber die Stimmung war trotz Schlechtwetter unglaublich! Aber Gänsehautschauer habe ich eigentlich jedes Jahr, wenn ich mich abends auf die Bühne am Dorfplatz stelle, und sehe, wie die Menge abgeht. Und wenn bei den DJ-Sets am Schattberg die Sonne scheint und die Gipfel schneebedeckt sind, dann geht mir als Städter einfach das Herz auf.

 

Wie erlebst du selbst das Event nach 25 Jahren Erfolgsgeschichte?
Wir im Produktionsteam sind wohl erwachsen geworden, die Stimmung ist aber lauter denn je. Auch wenn ich selbst jetzt ausgeschlafen am Schattberg stehe, weil ich nicht die ganze Nacht durchgemacht habe wie früher - die ,good Vibes` und der Grundgedanke des Events sind immer noch wie am Anfang. Und für ROS nach Saalbach Hinterglemm zu reisen ist für unser Team schon wie Heimkommen. Ich freue mich auch heute schon auf den Tag, an dem der Bühnenaufbau in Saalbach Hinterglemm  beginnt, und sich das Team wiedertrifft. 

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