Am Gipfel | © BMA Thorsten Günthert
  • Outdoor

Wanderung zum Spielberghorn

Aussichtsreich für Schwindelfreie!

Das Spielberghorn ist für mich eines der lohnendsten Gipfelziele rund um Saalbach Hinterglemm. Ich liebe sein schroffes Antlitz, den tollen Weitblick, der sich von dort oben auf 2.044 m Seehöhe bietet, und die gute Erreichbarkeit machen den Gipfel zu einem Wander-Highlight. Die meisten Berge rund um Saalbach Hinterglemm fallen unter die Kategorie „Grasberge“. Einer davon ist das majestätische Spielberghorn. Seine exponierte und relativ freistehende Lage machen es schon von weitem erkennbar.

Wir starten die Wanderung aufs Spielberghorn diesmal direkt im Zentrum von Saalbach. Da die Kohlmaisbahn in diesem Sommer durch eine neue und schnelle 10er-Umlaufbahn ersetzt wird, fällt sie als Aufstiegshilfe für diese Wanderung diesmal leider weg. (Als vierte Sommerbahn ist aktuell die Schönleitenbahn in Betrieb) Der Aufstieg führt uns von Saalbach zunächst zum Spielberghaus. Um es etwas langsam angehen zu lassen, haben wir für die erste Wegetappe den Spielbergweg ausgesucht. Der Forstweg lässt sich bequem gehen und passt für den Anfang dieser Tour perfekt, um gut in Tritt zu kommen. Unser Ziel, das Spielberghorn, ist bereits von diesem Streckenabschnitt aus gut zu erkennen. Die schroffe Flanke des markanten Bergs versetzt uns immer wieder ins Staunen. Kaum vorstellbar, dass sich der Wanderweg ohne Kletterei bis zum Gipfel zieht.

Am Spielberghaus geht die Forststraße in einen schmalen Wanderpfad über. Da wir im Abstieg noch einmal bei den Hüttenwirten Bine und Walter Höll vorbei kommen, heben wir uns die Einkehr für den Nachmittag auf. Bis zum Spielbergtörl steigt der Weg noch gemächlich an und es bleibt Zeit und Atem für ein paar Gespräche. Oder man genießt einfach in Stille den tollen Ausblick. Ab dem Spielbergtörl beginnt der steilere Anstieg in Richtung Gipfel. Obwohl es sich durchwegs um einen gut beschilderten und angelegten Bergpfad handelt, ist an einigen Stellen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Stetig steigend führt der Weg zunächst an die linke Flanke des Bergs bis in den Gipfelgrat. Unser Tipp: Hier sollte unbedingt eine kurze Rast eingelegt werden! Sowohl der Blick zum Gipfel als auch hinab ins Tal haben hier schon einiges zu bieten. Über den breiten, grasbewachsenen Grat geht es — immer noch steil, aber etwas weniger ausgesetzt – auf direktem Weg weiter zum Gipfel.

Am Gipfel

Die exponierte Lage des Spielberghorns macht den Gipfel zu einem echten Panoramaziel. In alle Richtungen kann der Blick in die Ferne schweifen. Neben Leoganger und Loferer Steinbergen ziehen der Wilder Kaiser und die schneebedeckten Gipfel der Hohe Tauern die Aufmerksamkeit auf sich. Leider hatten wir bei der Wanderung keine allzu guten Wetterprognosen, wodurch unser Gipfelglück auf  etwa eine halbe Stunde begrenzt ist. Und wie angekündigt: beim Abstieg verabschiedet sich die Sonne bereits schon ein kurzes Stück unterhalb des Gipfels. Dennoch wählen wir für den Abstieg zum Spielberghaus eine etwas andere Route. Am Spielbergtörl schlagen wir den Weg in Richtung Maisereck ein. Nach kurzer Zeit erreichen wir am bewaldeten Grat die kleine Barnkogelhütte – eigentlich handelt es sich dabei eher um einen kleinen Unterstand. Während einer Pause lassen wir hier den gesamten Gipfelaufstieg Revue passieren.

Belohnende Einkehr

Von der Barnkogelhütte ist es nicht mehr weit bis zum Spielberghaus und der Abstieg vergeht wie im Flug. Wir wanderen auf einem angenehm zu gehenden Pfad, teils im Wald und teils über saftig grüne Almwiesen. Das Spielberghaus ist ein beliebtes Ziel bei Wanderern und Bikern. Wann immer wir vor Ort sind steht die absolut leckere Kaspressknödelsuppe auf unserem Menüplan! Wir haben unsere Pause im Spielberghaus ausgiebig genutzt und dabei das Wetter völlig aus den Augen verloren. In der Zwischenzeit haben dunkle Wolken den Himmel bedeckt und schon fallen die ersten dicken Regentropfen. Doch zum Glück ist der Weg vom Spielberghaus zurück nach Saalbach auch bei schlechtem Wetter gut begehbar. Da wir die befestigte Straße bereits auf dem Hinweg gewandert sind wählen wir für den Abstieg den Pascherweg. Der wildromantische Wanderpfad schlängelt sich durch den Wald bis hinunter nach Saalbach. Gut eingepackt in funktionale Regenkleidung kann uns das Wetter nichts anhaben. So erreichen wir etwas nass aber zufrieden wieder unseren Ausgangspunkt im Zentrum von Saalbach.

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