Kraft & Ausdauer: Motorikweg | Saalbach Hinterglemm
Motorikweg Sabrina Maier | © Edith Danzer
  • Outdoor

Kraft & Ausdauer: Motorikweg

Sommertraining mit Ski-Ass Sabrina Maier

Die Saalbacherin Sabrina Maier ist ÖSV-Kaderläuferin und die alpinen Speed-Disziplinen sind die Spezialität der 22-Jährigen. Im Winter verriet sie mir in einem Interview für Saalbach Stories, dass sie sich im Sommer gern am neuen Motorikweg in Saalbach Kraft und Ausdauer für die Rennen im Winter holt. Bei einer kleinen Trainingseinheit zeigte mir Sabrina nun ihre liebsten Stationen entlang des Wegs.

Grün sind die Hänge des Skicircus und ein buntes Blumenmeer überzieht die Pisten. Läufer und Mountainbiker bevölkern die Wege am Berg und im Tal. Doch Sabrina Maier denkt trotz der frühsommerlichen Szenerie immer noch ans Skifahren. Kein Wunder, denn das Skifahren ist das Leben der jungen ÖSV-Läuferin. „Nur ein Monat lang war ich heuer im Frühjahr nicht auf Skiern!“, verkündet sie fröhlich, als wir uns bei der geschlossenen Schönleitenbahn in Jausern treffen. Hier ist auch der Start des Motorikweges und am Weg zur ersten Station möchte ich wissen, ob sie nicht froh wäre, mal nicht in den Skischuhen zu stehen. Lachend schüttelt die Vollzeit-Sportlerin, sie ist im Heeresleistungszentrum Hochfilzen stationiert – den Kopf und verrät: „Ich freu mich nach kurzer Pause immer auf das Skifahren. Doch jetzt muss ich auch zusätzlich für Kraft und Ausdauer sorgen. Mein Sommertraining ist wichtige Grundlage für den Winter. Der Körper wird jetzt für die Belastungen vorbereitet und ich sorge für eine Verletzungsprophylaxe. Auf meinen zahlreichen Laufrunden im Glemmtal baue ich immer zwischendurch Stationen des Motorikwegs ein. Er bietet mir direkt vor der Haustür Gelegenheit für Stabilisations-, Kraft- und Koordinationsübungen!“

24 Stationen für Kraft und Ausdauer

Direkt neben der munter plätschernden Saalach führt der Motorikweg entlang der Talpromenade. Schon die ersten Stationen sorgen für eine Herausforderung. Mit geschlossenen Augen tastet sich Sabrina über die Hindernisse und beweist absolutes Balancegefühl. An Fitness mangelt es der durchtrainierten und sehr sympathischen Sportlerin ohnehin nicht und so hat sie während der Übungen genug Luft zum Erzählen: „Seit dem Winter 2011/12 bin ich nun im ÖSV-Kader. In der Abfahrt habe ich einen Fixplatz über den Europacup herausfahren können – für den SuperG muss ich mich qualifizieren.“ Während sie lachend durch die aufgebauten Slalomstangen tänzelt, verrät sie: „Slalom war lange Zeit meine Lieblingsdisziplin. Es hat sich dann aber so ergeben, dass ich zu den Speed-Disziplinen wechselte.“ Wir bewegen uns an Stationen mit vielversprechenden Namen wie „Kitesurfen“, „Wasserskiwand“ und „Dehnoase“ vorbei, denn als Nächstes lockt uns das „Spinnennetz“. Hier beweist Sabrina zwischen den aufgespannten Schnüren Sprungkraft und Koordination, während sie meint: „Ich liebe das Skifahren! Wäre ich nicht Skifahrerin geworden, wäre ich jetzt wohl Handwerkerin. Ich helfe auch gern daheim am Bauernhof und am Feld – nur ein Bürojob wäre absolut nichts für mich.“

Heimatliebe und Kraftplätze

Durch ihren Sport ist Sabrina Maier viel unterwegs. Auch im Sommer folgt ein Termin dem nächsten: Trainingslager, Kurse, Einkleidung, Meetings und bald auch die ersten Skitrainings am Gletscher oder in Chile ...  Doch zwischendurch ist sie am liebsten daheim in ihrem Elternhaus in Saalbach. Während wir uns dem „Kraftplatz“ nähern, an dem einige Stationen für die Kräftigung der Muskulatur aufgebaut sind, frage ich Sabrina nach ihrem persönlichen Kraftplatz. „Daheim! Eigentlich das ganze Glemmtal! Ich finde es zu allen vier Jahreszeiten hier in Saalbach Hinterglemm wunderschön. Und mein Heimatort bietet mir einfach so viele Möglichkeiten für mein Training. Im Frühsommer, wenn ich an meiner Grundlagenausdauer arbeite, fahre ich weite Strecken mit dem Rennrad. Im Spätsommer beginne ich mit dem Mountainbiken und liebe meine Hausstrecke hinauf auf den Schattberg. Und zwischendurch bin ich immer wieder mal hier am Motorikweg.“ 

Am Kraftplatz werden die Übungen beim Seilschwingen und Kniebeugen intensiver. So beende ich mein Interview mit einem Wordrap, bei dem mir Sabrina abschließend spontane Antworten auf meine Fragen gibt.

 

Highheels oder Skischuhe? -> Skischuhe! Und sonst Ballarinas.

 

Brettljause oder 4-Gang-Dinner? -> Brettljause!

 

Golfen oder Downhillbiken? -> Ich habe gerade mit dem Golfen begonnen! Ein cooler Sport!

 

Partytiger oder Leseratte? -> Leseratte. Ab und zu gibts auch mal Party aber meistens bin ich lieber gemütlich daheim.

 

Pick-up oder Mustang? -> Pick-up – ist praktischer. Aber eigentlich bin ich eher der Jeep-Typ!

 

Eine süße Sünde, der du nicht widerstehen kannst? -> Eiscreme!

 

Eine Person, mit der du einmal Abendessen möchtest? -> Bode Miller – war immer schon Fan von ihm und würd ihn gern mal persönlich treffen.

 

Hirsch oder Kuh? -> Kuh! (Diese Antwort kommt mit Nachdruck und Lachen, denn unvergessen ist die Schrecksekunde, in der Sabrina bei einem Trainingslauf im kanadischen Nakiska fast mit einem Hirsch kollidiert wäre.) Obwohl ich Hirsche auch cool finde ;)

 

Mit diesem Wordrap verabschiede ich mich von Sabrina Maier und wünsche ihr alles Gute für die nächste Saison. Wer selbst die Trainingsschuhe anziehen und ein paar Schweißtropfen am Motorikweg verlieren will, für den gibt es keine Ausreden. Die Benützung des Motorikweges ist kostenlos und der Weg ist von Frühling bis zum ersten Wintereinbruch im Spätherbst – auch bei Regen - begehbar.

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