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Paraski-Elite zu Gast in Saalbach

Auf ein Wort mit den Aigners

Nach den FIS Alpine Ski Weltmeisterschaften Saalbach 2025 im vergangenen Jahr bleibt Saalbach Bühne des internationalen Spitzensports. Diesmal richtet sich der Fokus auf den Paraski-Weltcup und auf Athlet:innen, die eindrucksvoll zeigen, dass Weltklasse nicht an Normen gebunden ist, sondern an Leistung, Präzision und Mut. Die Pisten im Glemmtal kennen den Druck großer Momente. Wo im Vorjahr die besten alpinen Skifahrer:innen der Welt bei der lässigsten WM aller Zeiten um Medaillen kämpften, geht es nun um Hundertstel, Weltcup-Punkte und perfekte Linien. Geschwindigkeit, Technik und mentale Stärke sind gefragt wie auf jeder großen Bühne des Skisports. Für alle, die hier an den Start gehen.

Im Zentrum stehen dabei zwei Duos aus derselben Familie: Johannes Aigner mit seinem Guide Nico Haberl sowie Veronika Aigner mit Schwester Elisabeth Aigner als Guide. Beide Teams verkörpern Paraski-Sport auf höchstem Niveau und ein Zusammenspiel, in dem Vertrauen, Timing und absolute Präzision über Erfolg entscheiden.

 

Für Johannes Aigner ist Saalbach ein Ort positiver Erinnerungen. Bereits 2023 gewann er hier alle vier Weltcuprennen, auch heuer gingen in der Abfahrt zwei Siege an die Familie Aigner. „Saalbach verbinde ich eigentlich immer mit etwas Positivem“, sagt Johannes. „Ich mag die Strecken sehr gern, sie sind ein bisschen herausfordernder. Und wir durften hier schon viele Erfolge feiern. Das verbindet man natürlich mit diesem Ort.“ Gemeinsam mit Guide Nico greift im Rennmodus jedes Detail ineinander: klare Ansagen, hohes Tempo, ein gemeinsamer Rhythmus.

 

Anders, aber nicht weniger intensiv, ist die Beziehung von Veronika Aigner zu Saalbach. Vor fünf Jahren zog sie sich hier schwere Knieverletzungen zu: Erinnerungen, die bleiben. „An und für sich hab ich den Ort nicht ganz so positiv in Erinnerung. Traumhafte Pisten, Traumortschaften.. aber damals hab ich mir hier beide Knie ziemlich zerstört“, erzählt sie offen. Beim ersten Training sei der Kopf sofort wieder da gewesen, vor allem im Bereich des Zielsprungs. „Da hab ich gemerkt, dass das noch voll mitspielt.“ Entsprechend vorsichtig verlief der Trainingslauf vor Ort. Im Rennen jedoch fand das Duo zurück in den Rhythmus und holte gemeinsam den Sieg. Trotz eines kleinen Sturzes hinter der Ziellinie blieb es bei einem verletzungsfreien Lauf. „Lisi hat nur gemeint: ‚Bitte nicht schon wieder!‘“, erzählt Veronika lachend.

Was die Strecke in Saalbach sportlich ausmacht, bringen die Athlet:innen am Ende gemeinsam auf den Punkt. In drei Worten beschreiben sie ihren Lauf:
„Anspruchsvoll“, sagt Elisabeth.
„Schnell“, ergänzt Johannes.
Veronika lacht und meint: „Kontrollverlust.“ Dann schiebt sie sofort nach: „Na, so schlimm ist es eh nicht.“

 

Saalbach zeigt einmal mehr: Lässige Sportmomente haben viele Gesichter. Der Anspruch an Leistung bleibt derselbe, ganz unabhängig davon, wer am Start steht. Der Paraski-Weltcup in Saalbach ist noch lange nicht vorbei: Es stehen im Laufe der Woche noch weitere Rennen mit auf dem Programm und Zuschauer:innen sind am Zwölferkogel herzlich willkommen.