Das Atelier der Malerin | © Michael Huber | Huber Fotografie
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Vernissage Heimkommen

Triple-Ausstellung von Evi Fersterer

„Heimkommen“ ist der Titel der drei Ausstellungen, zu der die Malerin Evi Fersterer im November in ihrem Heimatort Saalbach lädt. „Schreib ,Malerin’ bitte, nicht ,Künstlerin‘, denn Künstler sind tot und begraben“, betont die Saalbacherin lachend bei unserem Gespräch in ihrem alten Bauernhaus mit Blick auf die Hinterhagalm. Lebendig und jung geblieben, so wirkt Evi Fersterer auf mich mit ihren 70 Jahren. Ihr Geheimnis? „Ich male täglich, denn wenn ich nicht mehr male, bin ich nicht mehr am Leben. Mein Denken richte ich in die innere Welt und danach handle ich auch. Für meine Inspiration brauche ich nur die Natur und den Wald. Und ich schenke viel Liebe“, erklärt sie mir, und beim Blick auf ihren kleinen Enkelsohn Leonardo auf den Armen ihres Sohns Seppi leuchten ihre Augen prompt voller Liebe.

Seppi und dessen Frau  Carmen waren es auch, die Evi Fersterer zu einer Vernissage in im Art & Ski-In Hotel Hinterhag bewogen haben. Seppi erzählt: „Noch nie waren die Werke meiner Mutter daheim ausgestellt. Viele renommierte Künstler hat sie zwar nach Saalbach geholt und selbst in Metropolen wie New York oder St. Petersburg ausgestellt, doch ihre eigenen Bilder zeigen wir hier nun zum ersten Mal. Daher haben wir auch drei aufeinanderfolgende Ausstellungen mit freitäglichen Vernissagen ins Leben gerufen. Die einzelnen Ausstellungen „Aus der Stille hören“, „Von Innen sehen“ und „Aus später Zeit“ gibt es auch Lyriken starten mit 16. November bei uns im Hotel. Wir freuen uns sehr, erstmals Mamas Bilder in Saalbach ausstellen zu dürfen!“

Legendärer Herzerltanz

Wer jetzt überlegt und denkt: „Moment mal, die Evi Fersterer kenn ich doch! Sie ist doch die ,gute Seele’, die im Winter täglich beim Après Ski in der Hinterhagalm für den legendären Herzerltanz sorgt?“ - der hat natürlich absolut Recht. Seit über vier Jahrzehnten wird in der Hinterhagalm gefeiert. Von Beginn an war es die Besitzerin – Evi Fersterer – selbst, die um punkt 17:00 Uhr den Balkon oberhalb der Tanzfläche betritt und kleine, rote Herzen in die Menge der Feiernden rieseln lässt. Auch heute lässt sie sich das nicht nehmen, obwohl Sohn Seppi längst schon das Ruder übernommen hat.  „Am 26. Jänner 1977 warf ich zum ersten Mal Herzen. Den Herzertlanz mache ich natürlich auch diesen Winter wieder, denn es ist mir eine Herzensangelegenheit – nennen wir es eine halbe Stunde gelebte Liebe. Und es sind schließlich meine Leute, die in der Hinterhag feiern! Wurde ich anfangs für diese Aktion belächelt, so ist sie mittlerweile Kult und bringt täglich positive Schwingungen“, betont Evi Fersterer.

Internationale Anerkennung

Als Malerin gilt sie als Begründerin des „Mystischen Realismus“  und als Gestalterin der „Klotzmenschen“ – den hölzernen Skulpturen, denen man unter anderem am Weg zum Hotel Hinterhag begegnet – hat sich Evi Fersterer weit über die Grenzen des Landes hinaus einen Namen gemacht. In ihren Ateliers in Saalbach und Italien entstanden unzählige Werke. Der Bezug zu Italien entstand durch die Olivenhaine und einen Weinberg, die Familie in de Toskana bewirtschaften. Nachdem Evi Fersterer’s Mann  im November 2003 viel zu früh verstarb, übernahm Seppi mit gerade 18 Jahren die Landwirtschaft, das Hotel und den Après Ski und Evi Fersterer widmete sich ganz der Malerei.

Der ORF zeigte Evi Fersterer 1987 in einem filmischen Porträt mit ihrer Einzelausstellung in der Galerie Art 54 in New York. Es folgen neben Ausstellungen in Österreich und Deutschland eine große Einzelausstellung im Russischen Museum in St. Petersburg und zahlreiche Kunstkalender, Skulpturen und Kinderbücher. Wer sich nun an den Werken von Evi Fersterer erfreuen möchte, hat im November Gelegenheit dazu – Alle Termin findet man hier. Der Eintritt ist frei und wer sich im Anschluss in Seppi’s Restaurant kulinarisch verwöhnen lassen möchte, der reserviert am besten gleich einen Platz!

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