Manuel Feller | © Saalbach.com
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Ski-Rockstar Manuel Feller

Der Vizeweltmeister startet mit Kopfsponsor „Saalbach“ in die Olympiasaison

Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn freut sich, den Slalom-Vize-Weltmeister als neues Testimonial mit im Boot zu haben. Der 25-jährige ÖSV Slalom- und Riesenslalomspezialist Manuel Feller feierte bei der letztjährigen WM in St. Moritz seinen Durchbruch. Vom Platz sieben im ersten Run fuhr er im Finale aufs Podium und sicherte sich die Silbermedaille. Der sympathische Fieberbrunner ist neben seiner starken sportlichen Leistung aber auch bekannt für seine lässigen Sprüche und entspannte Art.

Manuel, wir freuen uns, dich als neues Testimonial im Skicircus begrüßen zu dürfen. Auch du gehst mit „Saalbach“ als Kopfsponsor mit einem starken Partner in die Olympische Saison. Wagst du schon einen Ausblick?

„Zu weit möchte ich noch nicht auf die Saison vorausblicken... für mich ist es immer wichtig sich auf den Moment zu konzentrieren und das ist immer der nächste Trainingstag! Aber ja, es ist Olympiasaison und wie ich schon vor der WM sagte: wenn ich bei einem Großereignis am Start stehe dann um eine Medaille zu holen...“

 

Mit dem Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn als Partner bleibst du als Fieberbrunner deinen Wurzeln treu und repräsentierst weiterhin dein Heimatskigebiet. Wie wichtig ist dir Heimat?

 „Heimat bedeutet mir sehr viel! In Fieberbrunn habe ich meine Wurzeln ­– der Ort und die Menschen dort haben mich geprägt und mich unter anderem zu dem gemacht der ich heute bin. Durch den Zusammenschluss mit dem Skicircus wurde mein Heimatort ein Teil eines der größten und wohl auch schönsten Skigebiete Österreichs... Noch dazu wurden zwei Bundesländer verbunden. Das ist etwas Besonderes in einer Zeit, wo Länder und Gebiete durch Mauern eher getrennt, als verbunden werden. ;) In diesem Sinne bin ich sehr stolz darauf, mit Saalbach auf dem Kopf, den Skicircus, und somit auch das Skigebiet meines Heimatortes, zu vertreten.“

Man nennt dich auch den „Ski-Rockstar“ im Weltcupzirkus und in Interviews beweist du das mit einem sympathisch-lässigen Auftreten. Das „Home of lässig“ scheint für dich also der perfekte Partner zu sein?

„Ehrlich gesagt, muss ich bei dem Begriff ,Rockstar’ immer wieder schmunzeln. Ich weiß eigentlich gar nicht, wie der entstanden ist – ich glaube, dass Marcel Hirscher das in die Welt gesetzt hat. Was genau einen Rockstar ausmacht weiß ich nicht ­– ich kann nur sagen, dass ich meinen eigenen Kopf habe. Ich weiß, was ich erreichen will – und mache das auf meine Art. Weil schlussendlich, wenn es nicht funktioniert, bin ich der, der es ausbaden muss. Und wenn ich es auf meine Art mache, habe ich keinen, dem ich die Schuld geben kann (was sowieso nicht meine Art ist). Für deinen Erfolg oder Misserfolg bist langfristig immer du selbst verantwortlich. Und genau das ist auch meine Art, Interviews zu geben... ich bin wer und wie ich bin – und das wird keiner ändern – ob einer oder tausende.“

Saalbach Hinterglemm steckt mitten in der WM-Bewerbung für 2023. Bei der letzten Austragung der Alpinen Ski-WM in Saalbach Hinterglemm 1991 warst du noch nicht geboren – was würde eine WM in deinem Heimat-Skiort für dich bedeuten?

„Kurz gesagt, eine WM in meinem Heimat-Skiort wäre wohl das höchste der Gefühle! Eine Medaille, egal welche Farbe, wäre der Höhepunkt meiner Karriere! Aber natürlich ist das noch in weiter Ferne. Die Konkurrenz schläft nicht und ich werde auch nicht jünger – aber träumen kann man ja mal. :) “

 

Grün ist für Rennläufer ein Mundwinkelheber – nämlich dann, wenn die Anzeige im Ziel grün aufleuchtet und die Führung signalisiert. Grün steht aber auch für eine intakte Umwelt und die WM 2023 in Saalbach Hinterglemm geht als „Green Event“ ins Rennen. Wie wichtig ist dir persönlich Nachhaltigkeit und Schutz der Umwelt?

„Nachhaltigkeit und Schutz der Umwelt ist meiner Meinung nach momentan das Thema Nummer eins und auch sehr wichtig für mich. Ein paar persönliche Beispiele dazu: für mich als Angler (ich bevorzuge Naturseen, keine Teiche) gibt es nichts Schlimmeres, als auf einen Angelplatz zu kommen und überall Müll zu finden – von Autoreifen im Wasser bis zu hinterlassenen Stühlen und Bierdosen habe ich alles erlebt. Mehr als erschreckend ist auch, wenn man sich die Entwicklung der Gletscher alleine in den letzten zehn Jahren ansieht! Es ist auch traurig, wenn ganze Städte und Stadien für Großereignisse gebaut werden und danach nie wieder verwendet werden. Umso erfreuender finde ich es, eine WM als ,Green Event’ zu planen und somit nachhaltig zu denken und auch ein Zeichen zu setzen!“

„A Fettn hom“ wurde von dir in einem Interview rückblickend auf einen Lauf verwendet und bedeutet soviel wie „Glück haben“  – wie wichtig ist Glück im Rennsport

„Natürlich gehört im Sport Glück dazu. Aber das zählt für mich meist nur bei Einzelrennen. Wenn ich etwa Marcel Hirschers fünf große Kugeln hernehme, war da eventuell bei einer etwas Glück dabei, aber eigentlich hat er sich jede einzelne mehr als hart erarbeitet – und somit das Glück in die eigene Hand genommen! Ganz anders ist das natürlich mit Verletzungen. Wenn ich bedenke, wie viele meiner Freunde, Teamkollegen, Klassenkameraden durch Verletzungen ausgefallen sind und entweder den Anschluss nicht mehr gefunden haben oder es ihnen einfach nicht mehr möglich war Spitzensport zu betreiben – dann muss ich sagen, hatte ich wohl fast am meisten Glück!“

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